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German Laser Sailing Class Association - Deutsche Laserklasse DLAS

Von Laser Deutschland gesponserte Riggs im Regattaeinsatz

18.09.2018

Die Firma Ziegelmayer hat in dieser Saison 4.7 - und Radialriggs (bestehend aus Mastunterteil und Segel) zur Verfügung gestellt, um Nachwuchsseglern die Teilnahme an Regatten zu ermöglichen. Wir danken der Firma Ziegelmayer für dieses Angebot und hoffen, dass wir in der nächsten Saison etwas Ähnliches auf die Beine stellen können. Hannah Schneider, eine der Seglerinnen, die ein 4.7 - Rigg von der Firma Ziegelmayer erhalten hat, kann auf eine erfolgreiche erste Saison zurückblicken und berichtet hier von zwei Regatten.

Bergischer Regenschirm:
Am letzten Maiwochenende bin ich zum ersten Mal nach meinem Ausstieg aus dem Opti bei einer Laser-4.7-Regatta mitgesegelt, die „Bergischer Regenschirm“ Regatta. Diese fand an der Bevertalsperre mit ca. 90 Seglern der Klassen Laser Standard, Radial und 4.7 beim Remscheider Segelclub statt. Nach der langen Autofahrt bauten wir direkt unsere Boote auf und ich bekam ein neues 4.7 Segel, das die Laser-Klassenvereinigung in Kooperation mit der Firma Boote Ziegelmayer zur Förderung von jugendlichen Regattaseglern zur Verfügung stellt. Mit diesem Segel und einem Clubboot vom RSC kann ich jetzt wieder mit meinen Brüdern am Wochenende auf Regatta fahren. Es ist einfach super beim Regattasegeln am Wochenende in verschiedenen Bundesländern immer wieder die Segelfreunde von anderen Revieren zu treffen und sich mit Ihnen auf dem Wasser zu messen und danach an Land zu chillen. Diesmal war der erste Start war für 14:00 Uhr angesetzt. Jedoch verzögerte dieser sich ca. eine Stunde, da sehr wenig Wind war. Allerdings war schönes Wetter, 26 Grad und Sonnenschein. Schließlich schafften wir einen Lauf, in dem ich als 18. in Ziel kam und nach langem Warten, das wir in Bootsketten verbrachten, brach die Wettfahrtleitung den Regattatag ab. Da es so viele Segler waren, dauerte es lange bis alle Boote wieder an Land waren. Nach dem Abendessen im Remscheider Segelclub gingen wir wieder zurück zum Clubhaus des Wuppertaler Segelvereins, da die beiden Vereine an der Bevertalsperre kooperierten und verbrachten dort den Abend auf dem Steg mit Musik und mit Fußball schauen. Sonntags war der Start für 10:00 Uhr angesetzt und so bauten um 8:30 bei bei 23 Grad und Sonnenschein unsere Boote auf. Allerdings herrschte mal wieder Flaute. Trotzdem beschlossen wir mit ca. 15 Leuten rauszufahren, um Musik zu hören und uns zu sonnen. Allerdings endete diese Aktion mit gekenterten Booten und nassen Seglern, was aufgrund der warmen Temperaturen aber erfrischend war. Schließlich starteten wir um 13:00 Uhr mit ein wenig Wind. Leider hatte ich einen schlechten Start. Nach der Wettfahrt fuhren wir an Land, bauten die Boote ab und luden die Boote auf die Anhänger. Anschließend liefen wir wieder zum Remscheider Segelclub, wo die Siegerehrung stattfand. Die dauerte wegen der vielen Segler ziemlich lange. Im Endergebnis belegte ich den 14. Platz von 32. Meine Brüder Niklas und Matthis belegten in der Laser Radial Klasse die Plätze 10 und 17 von 35 Startern.

Iserlohner Glasenuhr:
Am zweiten Septemberwochenende fand die Regatta „Iserlohner Glasenuhr“ für die Bootsklassen Laser, Laser Radial und Laser 4.7 am Sorpesee statt. Der Sorpesee liegt im Sauerland in der Nähe von Isarlohn. Er gilt als Trinkwasserreservar für NRW, was bedeutet, dass dort außer dem DLRG keine Motorboote fahren dürfen. Sehr schön für Segler, aber es hat auch einen Nachteil. Nach einem langen heißen Sommer ist die Wasserfläche deutlich kleiner, weil das Wasser verbraucht wird und der Weg vom Clubgelände bis zum Wasser wird unbequem und lang. Insgesamt nahmen 61 Segler an der Regatta teil, die vom Segelclubs Isarlohn ausgerichtet wird und neben der Ranglistenwertung auch noch die NRW-Landesmeisterschaft ist. Der erste Start war für 13:00 Uhr angesetzt und deshalb mussten wir sehr früh aufstehen, da wir ca. viereinhalb Stunden fahren mussten. Wir kamen um 11:30 am Sorpesee an und mussten uns anschließend sehr beeilen um pünktlich zum ersten Start auf dem Wasser zu sein. Die Windverhältnisse waren gut und so starteten wir um 13.15 Uhr den ersten Lauf. Was auffiel, war das auf dem Wasser zwei Juryboote die Regatta begleiteten und die Schiedsrichter darauf ihre Arbeit ernster nahmen als manche andere Schiedsrichter und so musste man sehr aufpassen, denn die Schiedsrichter bestraften jeden gnadenlos, der Anstalten machte sein Boote auf unerlaubte Weise zu beschleunigen (Pumpen). Man wird dabei vom Schiri aufgefordert 2 360-Grad-Kringel zu segeln, was natürlich Plätze kostet. Bei dem zweiten Penalty darf man dann die Wettfahrt vorzeitig beenden und kann diese auch nicht als schlechtestes Laufergebnis streichen. Am Samstag fanden für die Klassen Laser Radial und 4.7 zwei und für die Laser Standards 3 Läufe statt. Nach dem Anlegen hatten wir die Freude, die Boote wegen dem Wassermangel einen Hang mit groben Steinen hoch zu ziehen, was nicht sehr komfortabel war und man in den Segelschuhen jeden Stein spüren konnte. Daraufhin folgte das Abendessen. Am nächsten Morgen galt die Starbereitschaft für 10.00 Uhr an Land und so pünktlich kam auch der Wind. Trotz des guten Windes fuhren wir erst eine gute Dreiviertelstunde später raus. Der Wettfahrtleiter entschied sich somit auch an dem Tag in jeder Klasse noch drei Laufe zu segeln. Nach dem Abbauen und verladen aller Boote auf die Anhänger fand die Siegerehrung im Clubhaus statt. Anschließend, nach der Siegerehrung, die aufgrund der 35 Starter in der Klasse Laser Radial ziemlich lange dauerte, und einem großen Gruppenfoto machten wir und gegen halb fünf wieder auf den Heimweg. In der Klasse Radial konnte mein Bruder Niklas den 14. Platz erreichen. Ich konnte mich in dem starken NRW-Feld nicht durchsetzen und kam auf Platz 9 von 12. Es hat aber trotzdem riesig Spaß gemacht, denn es war mal wieder anständig Wind zum Segeln.

     
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