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German Laser Sailing Class Association - Deutsche Laserklasse DLAS

ILCA kündigt Laser Construction Manual Agreement (LCMA) mit Laser Performance

03.04.2019

Die Kündigung ist am 26.03.2019 erfolgt. Der juristische Grund dafür ist die wiederholte Weigerung von Laser Performance, eine Inspektion der Bootswerft durch die ILCA zuzulassen. 


Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr hier auf der DLAS-Facebook-Seite Eure Meinung kundtun könntet, Euch der unten verlinkten Email von Beat Heinz anschließen würdet und / oder auch direkt an Eric Faust schreiben würdet (eric@laserinternational.org). Wir bereiten außerdem eine Meinungsumfarge vor, um der ILCA die Meinung der deutschen KV mitzuteilen.


Anders als bei dem seit Jahren andauernden Streit über irgendwelche Lizenzrechte sind wir als Segler von dieser Entscheidung unmittelbar betroffen. Wenn alles nach den Plänen der ILCA verläuft, werden wir dann bald "The Boat Formerly Known as Laser" segeln, da die Markenrechte im Besitz von Laser Performance sind.


Der EURILCA-Vorsitzende Jean-Luc Michon und ich waren entschieden gegen diesen Schritt, konnten uns gegen die übrigen Mitglieder des World Councils aber leider nicht durchsetzen.


Als DLAS-Vorsitzende habe ich folgende Gründe, dieser einseitigen Kündigung weiterhin sehr kritisch gegenüber zu stehen: 


- Jean-Luc Michon und ich haben wiederholt eine Mediation vorgeschlagen. Dies wurde von der ILCA abgelehnt mit der Begründung, dass man eine Mediation schon bei mehreren anderen Streitigkeiten erfolglos versucht hätte. .


- Für das Verbleiben des Laser bei Olympia ist ein Rechtsstreit zwischen der Klassenvereinigung ILCA und dem größten Bootsbauer Laser Performance aus meiner Sicht eher kontraproduktiv. Am Ende müssen die Bootsbauer auch den olympischen Vertrag unterzeichnen, und ein Ersatz für Laser Performance ist noch nicht in Sicht. Nach dem erfolgreichen Testsegeln in Valencia ist der Laser in einer sehr guten Position, um bei Olympia zu verbleiben.


- Ein weiterer Grund für die Kündigung ist die schlechte Versorgungslage mit Booten und Ausrüstung in einigen Ländern. Davon ist Europa jedoch nicht betroffen. Im Gegenteil wird sich die Versorgungslage mit klassenlegalen Booten in Europa zumindest über einen gewissen Zeitraum erheblich verschlechtern. Eine Versorgung über den australischen Bootsbauer halte ich für umpraktikabel und teuer. Wie neue Bootsbauer sich etablieren sollen und wer dafür überhaupt in Frage kommt, ist ungeklärt.

 
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