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German Laser Sailing Class Association - Deutsche Laserklasse DLAS

Mastersregatten, für die es keine Ranglistenpunkte gibt...

... Ein Bericht von Alexandra Behrens aus Florida im Februar 2020

In diesem Winter habe ich einmal ein lange geplantes „Projekt“ in die Tat umgesetzt: Die Teilnahme an den beiden Mastersregatten in Florida. Davor ging es zum Training nach Cabarete, und nach meinem 5. Platz bei der Midwinterregatta dort hatte ich große Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis in Florida.

Startaction

In etwa der gleichen Plan hatte auch Wolfgang Gerz. Zunächst einmal haben wir uns US-mäßig ausgestattet mit einem riesengroßen Truck, auf dessen Ladefläche Wolfgangs Boot fast schon draufpasste. Zu unserer Entschuldigung ist zu sagen, dass wir das Auto von Wolfgangs Kumpel und Ex-Olympiateilnehmer Tim Pitts bekommen haben.

Die erste Station war West Palm Beach. Drei Tage segeln auf dem atlantischen Ozean ließen in Bezug auf Wind und Welle keine Wünsche offen. Leider kamen aber noch recht heftige Dreher und eine Strömung dazu, so dass man sich immer entscheiden musste, was nun die richtige Strategie war: In die Ecke fahren, wo weniger Strömung war, und / oder auch noch die Dreher beachten… Mir ist das nicht so gelungen, aber Wolfgang hat unsere Ehre gerettet und mit einem insgesamt 6. Platz (von insgesamt 41 Seglern im Standard) die Great Grand Masters – Wertung gewonnen. In den USA ist es allerdings so, dass es für alle, bis auf die Ältesten, Strafpunkte gibt. Also erhält nur der Great Grand Master die Punkte, die er ersegelt hat; der Apprentice bekommt für jede Wettfahrt 3 Punkte Aufschlag.

Upwind - keep the Boat flat!

Die zweite Station war das US Sailing Center Martin County in Jensen Beach. Der Segelclub und die vielen freiwilligen Helfer ließen beim Landprogramm keine Wünsche offen. Jeden Tag wurden wir mit Frühstück, Abendessen und Freibier versorgt. Die Wettfahrten fanden dort zwischen den der Küste vorgelagerten Inseln und dem Festland statt. Vorteil: Sehr kurze Anfahrt ins Regattagebiet und deutlich einfachere Bedingungen bei den gängigen Windrichtungen (eher kleine Welle, keine Strömung). Nachteil: keine Ozeanwelle, Baggerseebedingungen bei speziellen Windrichtungen (wie am letzten Tag…). Hier konnte ich mich wenigstens über einige gute Einzelergebnisse freuen. Dank dreier Kenterungen, einer Rückwärtssegelaktion nach einer nicht gelungenen Wende und den Baggerseebedingungen am letzten Tag ist am Ende aber trotzdem nichts Gutes herausgekommen. Wolfgang hat dafür wieder die Great Grand Masters Wertung gewonnen.

Wolfgang Gerz voll fokussiert

Mein persönliches Highlight war, Peter Seidenberg beim Segeln zuzuschauen (leider von hinten). Der Mann ist ja mittlerweile 82, und es ist echt unglaublich wie er bei Hängebedingungen mit den jungen Grandmasters mitsegelt und 2. an der Luvtonne ist… Leider war Peter mit seiner Performance vor dem Wind nicht so ganz zufrieden. Es gibt also auch noch mit 82 Trainingsbedarf. In den USA gibt es übrigens keine Legends, so dass sich Peter in beiden Regatten in der Great Grandmasters Gesamtwertung von dem 17 Jahre jüngeren Paul Clifford geschlagen geben musste. In drei Jahren dürfen wir uns dann hoffentlich auf eine neue Alterswertung, die Fossils, freuen.

Peters Transport von Portsmouth (RI) nach Florida
Peter "Iron Master" Seidenberg
Peter at full Upwindspeed

Jetzt noch eine kleine Fun-Action:

Alan Davis liebt seine 14m Schot ...
... und Parallelen dazu die jeder Lasersegler nur zu gut kennt
copyright beamreach 

Wer jetzt schon Pläne für das nächste Jahr macht: Die beiden Regatten finden 2021 etwas später statt, also perfekt als Vorbereitung auf die Segelsaison in Europa. Die Termine sind wie folgt: West Palm Beach vom 20.2.-22.2.2021 und Jensen Beach vom 23.2.-26.2.2021. Ihr seid alle herzlich willkommen.

 
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